Unglücklich am Arbeitsplatz

Es gibt jeden Tag mehr Menschen, die aus verschiedenen Gründen unzufrieden mit ihrer Arbeit sind, denen es jedoch unangenehm ist, diese Situation anzusprechen und nur noch daran denken so schnell wie möglich den Job zu wechseln.

Gerade bei Unzufriedenheit im Job ist es jedoch wichtig, aktiv zu werden. Denn vielleicht magst Du Deine Arbeit ja eigentlich sehr, aber aus irgendwelchen Gründen, möchtest Du nun alles hinschmeißen.

Wie kannst Du Deiner Unzufriedenheit Ausdruck verleihen?

Die Arbeitskraft der Angestellten ist für Führungskräfte ein grundlegender und schützenswerter Faktor, daher möchten sie ihre Mitarbeiter im Unternehmen wachsen sehen. Deshalb ist Deine Meinung bzw. ein Meinungsaustausch so wichtig, nicht nur für Deine Vorgesetzten, sondern auch für Dich. Es könnte sein, dass viele andere ebenso denken, aber wenn sich niemand traut, die Initiative zu ergreifen, wird, wenn auch Du weiterhin nichts sagst, die Unzufriedenheit immer größer werden und Deinen Arbeitsbereich noch stärker beeinträchtigen.

Oft ist es wie in einer Beziehung, wenn wir nicht sagen, was wir fühlen und uns verschließen, wird unser Partner oder unsere Partnerin nicht verstehen, was mit uns los ist. Das wird zu keiner Lösung führen, vielmehr wird durch unangemessene Aktionen die Situation meist sogar noch verschärft.

Meinungsfreiheit am Arbeitsplatz

Vielen Menschen fällt es sehr schwer Probleme am Arbeitsplatz direkt anzusprechen, daher gibt es heute, dank der technischen Entwicklung, Möglichkeiten für Meinungsfreiheit am Arbeitsplatz ganz direkt und ohne Vorwürfe. In letzter Zeit wurden viele Anwendungen eingeführt, wie beispielsweise bei Niko Niko oder Roundpegg. Bei diesen Anwendungen werden Mitarbeitern dazu befragt, wie sie sich in verschiedenen Arbeitssituationen fühlen. Jede Situation wird entweder mit einem traurigen oder fröhlichen Smiley bewertet und am Schluss in eine Zufriedenheitsrate zwischen 1 und 100 umgerechnet. Die Bewertungen werden den Führungskräften zugesendet und veröffentlicht, damit diese diskutiert und Meinungen ausgetauscht werden können.

Eine andere Anwendung nennt sich Culture Map und verwaltet die Gespräche bei Eintritt und Austritt der Mitarbeiter. So erhalten die Führungskräfte Einblick in die Motive zur Bewerbung und die Beweggründe für den Austritt einiger Mitarbeiter, was ihnen ermöglicht, Änderungsbedarf zu erkennen und Veränderungen zu bewirken, die dem Unternehmen zugute kommen.

Mood Ring ist eine weitere Anwendung, die Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen, wöchentlich oder monatlich, dazu befragt, wie sich bei der Arbeit fühlen. Die Unternehmen können Umfragen mit nur einer Frage entwerfen und die Mitarbeitern haben die Möglichkeit entweder mit nur einem Click zu antworten oder einen kurzen Text einzugeben. Auch das ist eine einfache Möglichkeit sich zu äußern.

Die Häufigkeit des Versands hängt von jedem Unternehmen und seinen Zielsetzungen ab (bspw. Feedback während einer Versammlung…). Aber es ermöglicht Dir, Deine Meinung frei zu äußern und dem Unternehmen, schnell und angemessen auf die gesammelten Rückmeldungen zu reagieren, da es genau einschätzen kann, was gerade vorgeht.

Geh mit Deinem Vorgesetzen eine Kaffee trinken

Wenn es diese Anwendungen in Deinem Unternehmen nicht gibt und ihr Einsatz auch nicht gewünscht wird, versuche es doch auf informelle Weise und geh mit Deinem Vorgesetzten einen Kaffee trinken. Denk daran, es ist nicht damit getan, sich einfach nur zu beklagen. Damit alle profitieren ist es erforderlich Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Wenn es darum geht besser zu werden, ist jeder Vorgesetzte offen für neue Ansätze.

Bringe Deine Meinung über das Betriebsklima oder das Verhältnis zu Deinem Vorgesetzten zum Ausdruck und erkläre Deine Absichten, das wird Dein Arbeitsleben verändern und verbessern. Die Unternehmen werden bereit sein, Dir zuzuhören und Verbesserungsvorschläge für ihre Mitarbeiter aufnehmen. Das bringt mehr, als Du vielleicht denkst. Letztendlich kannst Du nur gewinnen.